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NFC oder QR-Code: Welche Kontrollpunkte für den Wachdienst?

QR-Codes kosten nichts, NFC-Tags lassen sich nicht abfotografieren. Vor- und Nachteile beider Kontrollpunkte – und wann GPS den Unterschied macht.

OnDutyRedaktion
Veröffentlicht am 3 Min. LesezeitBranche
Ein QR-Code und ein NFC-Tag nebeneinander, darunter ein Kontrollpunkt-Scan mit Uhrzeit und Abstand zum Objekt.

Zusammenfassung

  • QR-Codes sind kostenlos, überall druckbar und mit jeder Handykamera lesbar – lassen sich aber abfotografieren.
  • NFC-Tags lassen sich nicht abfotografieren, funktionieren bei Dunkelheit und Schmutz, kosten aber Geld und brauchen ein NFC-fähiges Handy.
  • Der Schwachpunkt des QR-Codes verschwindet weitgehend, wenn jeder Scan auch Standort und Abstand zum Objekt speichert.
  • NFC lohnt sich dort, wo GPS schwach ist: in Kellern, Tiefgaragen und großen Gebäuden.

Wer Kontrollgänge digital nachweisen will, steht früh vor der Frage: Kontrollpunkte als QR-Code oder als NFC-Tag? Beide machen dasselbe — sie markieren einen Ort, an dem ein Mitarbeitender bestätigt, dass er da war. Der Unterschied liegt darin, wie leicht sich dieser Nachweis fälschen lässt, was er kostet und wo er funktioniert.

QR-Code: Vorteile und Nachteile

Ein QR-Code ist ein gedrucktes Muster, das die Handykamera liest.

Vorteile

  • Kostet praktisch nichts und lässt sich überall ausdrucken
  • In Minuten ersetzt, wenn ein Code beschädigt ist oder ein Objekt dazukommt
  • Jede Handykamera kann ihn lesen, auch ohne NFC
  • Funktioniert auch auf einem Bildschirm, etwa als wechselnder Code an einem Terminal

Nachteile

  • Ein gedruckter Code lässt sich abfotografieren und woanders scannen
  • Braucht Licht und eine saubere, unbeschädigte Oberfläche
  • Verblasst im Freien und muss geschützt angebracht werden
  • Das Zielen mit der Kamera dauert ein paar Sekunden länger

NFC-Tag: Vorteile und Nachteile

Ein NFC-Tag ist ein kleiner Chip, den das Handy auf wenige Zentimeter Abstand liest.

Vorteile

  • Lässt sich nicht abfotografieren; Kopieren erfordert eigene Technik
  • Funktioniert bei Dunkelheit, Schmutz und Nässe
  • Robust und unauffällig, auch hinter einer Abdeckung montierbar
  • Kurzes Antippen statt Zielen

Nachteile

  • Kostet Geld pro Tag; Metallflächen brauchen spezielle Tags
  • Das Handy braucht NFC — nicht jedes günstige Gerät hat es
  • Sehr kurze Reichweite, keine Kamera als Ausweichlösung
  • Ein defekter Tag heißt: jemand muss hinfahren und ihn tauschen

Im Vergleich

QR-Code NFC-Tag
Kosten pro Kontrollpunkt praktisch null pro Tag, mehr bei Metall
Fälschung durch Foto möglich nicht möglich
Dunkelheit, Schmutz, Nässe empfindlich unempfindlich
Handy jede Kamera NFC nötig
Austausch ausdrucken vor Ort tauschen
Schnelligkeit beim Scan Zielen Antippen

Der Schwachpunkt des QR-Codes — und wie man ihn schließt

Das stärkste Argument für NFC ist das Foto: Ein Mitarbeitender fotografiert alle Kontrollpunkte einmal und „scannt“ die Runde danach vom Auto aus. Mit einem gedruckten QR-Code allein lässt sich das nicht verhindern.

Es lässt sich aber erkennen. Speichert die Software zu jedem Scan die GPS-Position, ihre Genauigkeit und den Abstand zum Objekt, steht ein Scan aus dem Auto mit 300 Metern Abstand im Protokoll. Zusammen mit Zeitfenstern für jede Runde wird aus dem Foto-Trick ein sichtbarer Verstoß statt eines unsichtbaren.

Diese Absicherung hat eine Grenze: GPS. In Kellern, Tiefgaragen, Lagerhallen und großen Gebäuden ist die Position ungenau. Dort kann der Abstand den Foto-Trick nicht zuverlässig aufdecken — und genau dort spielt NFC seine Stärke aus.

Unsere Empfehlung

  • Außen und in offenen Bereichen: QR-Codes, kombiniert mit GPS und Abstand je Scan. Günstig, schnell ausgerollt, fälschungssicher genug.
  • In Kellern, Tiefgaragen und großen Gebäuden: NFC-Tags, weil GPS dort nicht belegt, wo jemand war.
  • Wenn der Auftraggeber es verlangt: Manche Ausschreibungen schreiben NFC oder RFID vor. Dann ist die Frage entschieden.

In OnDuty sind Kontrollpunkte heute QR-Codes: Jeder Scan speichert Uhrzeit, GPS-Genauigkeit und Abstand zum Objekt, Runden haben Zeitfenster, und Scans funktionieren auch offline. NFC-Kontrollpunkte stehen auf unserer Roadmap. Mehr zur Wächterkontrolle auf der Seite Software für Sicherheitsdienste.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist sicherer für Kontrollpunkte, NFC oder QR-Code?
Ein NFC-Tag lässt sich nicht abfotografieren, ein gedruckter QR-Code schon. Speichert die Software zu jedem Scan aber Uhrzeit, GPS-Position und Abstand zum Objekt, fällt ein abfotografierter Code auf, weil der Scan am falschen Ort stattfindet. In Kellern und Tiefgaragen, wo GPS ungenau ist, ist NFC im Vorteil.
Was kostet ein Kontrollpunkt mit QR-Code oder NFC?
Ein QR-Code kostet praktisch nichts: Er wird ausgedruckt, am besten laminiert oder auf wetterfeste Folie. Ein NFC-Tag kostet Geld pro Stück, für Metallflächen braucht es spezielle Tags. Bei vielen Kontrollpunkten oder häufig wechselnden Objekten ist der QR-Code deutlich günstiger.
Kann jedes Smartphone NFC lesen?
Die meisten aktuellen Smartphones haben NFC, aber nicht jedes günstige Gerät. Einen QR-Code liest jede Handykamera. Wer seinen Mitarbeitenden keine Diensthandys stellt, ist mit QR-Codes auf der sicheren Seite.
Unterstützt OnDuty NFC-Kontrollpunkte?
Heute arbeitet OnDuty mit QR-Kontrollpunkten: Jeder Scan speichert Uhrzeit, GPS-Genauigkeit und Abstand zum Objekt, Runden haben Zeitfenster, und Scans funktionieren auch offline. NFC-Kontrollpunkte stehen auf unserer Roadmap.